Florian Schmidt-Bartha

Florian Schmidt-Bartha wurde 1991 in Frankfurt am Main in eine Schwedisch – Rumäniendeutsche Musikerfamilie geboren. Sein Vater Reiner Schmidt floh 1969 aus Rumänien, indem er sich bei einer Konzertreise seines Streichquartetts nach London während der Konzertpause durch das Fenster der Herrentoilette absetzte.

Florian Schmidt-Bartha gehört zu den vielseitigsten Cellisten der jungen Generation. Neben seiner solistischen und kammermusikalischen Tätigkeit widmet er sich mit großer Hingabe der Musik der Gegenwart und der Interpretation der akustischen Fantasie der zeitgenössischen Komponistengeneration. Er arbeitete mit Komponisten wie Krzysztof Penderecki, Toshio Hosokawa, Wolfgang Rihm, Marc Sabat, Walter Zimmermann, Vladimir Tarnopolsky, Dmitri Kourliandski und Klaus Lang zusammen und war Mitglied im Berliner Neophon Ensemble.

Erfolge als Solist konnte Florian Schmidt-Bartha bereits in Zusammenarbeit mit Orchestern wie den Nürnberger Symphonikern, der Norddeutschen Philharmonie Rostock, dem Philharmonischen Orchester Würzburg, der Rumänischen Staatsphilharmonie Ia?i, der Polnischen Kammerphilharmonie Sopot, dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim und dem Ensemble Reflektor feiern. Zu seinen Partnern am Dirigentenpult gehörten dabei u.a. Oleg Caetani, Othmar Mága, Horia Andreescu, Sergio Cárdenas und Wojciech Rajski.

Höhepunkte der kommenden Spielzeit sind u.a. drei Aufführungen Mieczys?aw Weinbergs Cellokonzert in dessen 25. Todesjahr mit dem Philharmonischen Orchester Würzburg unter der Leitung von Gábor Hontvári, ein Debüt beim Young Euro Classic Festival im Konzerthaus Berlin, Klaviertrio-Konzerte mit Tobias Feldmann und Florian Glemser und die Aufnahme seiner Debüt-CD zusammen mit dem Pianisten Johann Blanchard.

Florian Schmidt-Barthas große Leidenschaft gilt der Kammermusik. An der Seite von Musikern wie dem Voces Quartett, Igor Ozim, Paul Rivinius, Elena Stikhina, Boris Brovtsyn, Tobias Feldmann, Julian Steckel, Marco Grisanti, Florian Glemser, Boris Kusnezow und Jonian Ilias Kadesha war er zu Gast bei Festivals in ganz Europa, der Türkei, Russland und Australien wie dem Opere Festival Bracciano, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Mozartfest Würzburg, dem Stavanger Kammermusikfestival, der Cello Biënnale Amsterdam, dem Beethovenfest Bonn, Young Euro Classic Berlin und dem „Stars of the White Nights“ Festival St. Petersburg. Darüber hinaus dokumentieren Rundfunk – und Fernsehaufnahmen des NDR, SWR, BR, Deutschlandradio Kultur, Deutsche Welle, RAI Italia, Radio Romania, des Russischen und des Schweizer Fernsehens sein künstlerisches Schaffen.

Seit 2016 ist Florian Schmidt-Bartha Solo-Cellist der Russisch-Deutschen MusikAkademie unter der künstlerischen Leitung von Valery Gergiev am Mariinsky Theater St. Petersburg und arbeitet dabei in Sinfonie-, Kammerorchester- und Kammermusikprojekten regelmäßig mit Künstlern wie Behzod Abduraimov, Thomas Zehetmair, Momo Kodama, Dmitry Masleev, Alexander Sladkovsky, Denis Matsuev und Frank Peter Zimmermann zusammen.

Den grundmusikalischen Zugriff lernte Florian Schmidt-Bartha bei Annemarie Speermann – Cellistin des renommierten Bartholdy Quartetts – im PreCollege der Hochschule für Musik Würzburg und studierte später in Würzburg, Rostock und München bei Orfeo Mandozzi und Julian Steckel. Weitere wichtige Impulse erhielt er bei Meisterkursen von János Starker, Bernard Greenhouse, David Geringas, Natalia Gutman, Heinrich Schiff, Wolfgang Boettcher, Uzi Wiesel, Alban Gerhardt, Daniel Müller-Schott, Torleif Thedéen und dem Juilliard String Quartet.

Während seiner Studienzeit war Florian Schmidt-Bartha Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Er ist Preisträger des Internationalen Musikwettbewerbs Stockholm und des Internationalen Musikwettbewerbs „Agustín Aponte“ auf Teneriffa. Als jugendlicher gewann er den ersten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ mit Höchstpunktzahl und wurde zudem mit Sonderpreisen der Deutschen Stiftung Musikleben, der Irino Foundation Tokyo, sowie dem WDR-Klassikpreis ausgezeichnet.

Florian Schmidt-Bartha spielt ein Cello von Jean Baptiste Vuillaume (Paris, 1844).

In seiner Freizeit interessiert er sich für fremde Kulturen; besonders deren Küchen. Kocht leidenschaftlich gerne, isst jedoch noch leidenschaftlicher. Florian Schmidt-Bartha ist glühender Anhänger des FC Hansa Rostock und lebt in Berlin.

Ponte